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Umsetzung einiger ausgewählter Elemente  der Montessori-Pädagogik an der Otfried-Preußler-Schule (OPS)
 
Eine komplette Umsetzung des Montessori-Konzepts an der Schule ist zum einen aufgrund systemischer Bedingungen nicht möglich und aufgrund verschiedener Lehrstile auch nicht erwünscht.  Die Schule möchte jedoch folgende ausgewählte Aspekte der Montessori-Pädagogik beachten:
 
Differenzierung in Freiarbeitsstunden:
In der OPS werden je nach Klasse und Stundenplan Freiarbeitsphasen angeboten. Dadurch ist es in besonderem Maße möglich, den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Schüler und Schülerinnen und den unterschiedlichen Lerngeschwindigkeiten gerecht zu werden. 
 
Vorbereitete Umgebung:
Je nach Lehrperson sind die Klassenzimmer der OPS entsprechend diesem Prinzip der MP gestaltet und eingerichtet. So wird z.B. dem Bewegungsbedarf der Kinder nachgegeben, indem durch den  Einsatz von Arbeitsteppichen auch auf dem Boden oder in Lernnischen gearbeitet werden kann.
 
Bereitstellung von geeignetem Freiarbeitsmaterial:
Neben herkömmlichen Montessori Materialien gestalten einige Lehrpersonen Freiarbeitsmaterial selbst, die auf die Bedürfnisse der Sprachheilschüler ausgerichtet sind und entsprechend verändert worden sind. Ebenso wurde in der Gesamtlehrerkonferenz ein durchgängiger Einsatz von Sprachmaterialen in den Klasse 1 -4 beschlossen, die sich als besonders günstig für Sprachheilschüler erwiesen haben wie z.B. die Ein- und Weiterführung der Wortarten-Symbole. Diese werden auch nicht nur in der Freiarbeit eingesetzt.
 
Soziales Lernen:
In den Klassen der Sprachheilschule finden sich Kinder mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen und Lernvoraussetzungen  vor allem natürlich im Bereich Sprache. Ebenso finden sich auch  Kinder mit Verhaltens- und/oder Wahrnehmungsauffälligkeiten.  Nicht zu unterschätzen ist deshalb der Vorteil des sozialen Lernens in so einer heterogen Gruppe durch das Einnehmen verschiedener Rollen durch die Schüler. In der einen Frage durchaus Experte auf seinem Gebiet, ist derselbe Schüler auf Hilfe in anderen Zusammenhängen angewiesen. Diese unterschiedlichen Rollenerfahrungen, das Nicht-festgelegtsein auf eine soziale Rolle, erhöhen die Sensibilität für die Belange Anderer und die bessere Einschätzung der eigenen Grenzen. 
 
Struktur und innere Ordnung sowie Ritualisierung:
Nicht wenige Kinder im Sprachheilkindergarten und der Sprachheilschule haben Aufmerksamkeitsschwächen oder gar ein AD(H)S. Durch die vorbereitete (sehr strukturierte Umgebung) und den dadurch vorhandenen Beschäftigungsmöglichkeiten ändern die Kinder  ihr oft zuvor zielloses, unstrukturiertes und teils destruktives Verhalten und manche von ihnen erreichen eine völlige Loslösung von ihrer Umgebung und die wirkliche Konzentration auf eine Tätigkeit. (Polarisation der Aufmerksamkeit)
 
Diagnostik und Beobachtung:
Durch die veränderte Lehrerrolle im Sinne eines Lernbegleiters ist es dem Lehrer/der Lehrerin sehr gut möglich  die Schüler differenziert zu beobachten ( evtl. auch mit Hilfe von Beobachtungssbögen z.B. nach Reber). Dies bietet eine sehr gute Grundlage  für ILEB. Zum andern beinhalten viele Montessorimaterialen an sich schon diagnostische Möglichkeiten.
 
Therapieimmanenz:
In der Freiarbeit ist es besonders gut möglich, sprachtherapierelevante Fördermaterialien einzubauen und adressatengerecht anzubieten. Auch kann sich der Lehrer/die Lehrerin immer wieder einzeln  den Kindern zuwenden und sie sprachtherapeutisch fördern.
 

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